Berge, Meer, Wald oder ...?

Für jede Region das richtige Vorzelt

Reiseziele gibt es viele und alle unterscheiden sich mehr oder weniger in ihrer klimatischen und topographischen Beschaffenheit. Deshalb ist die Ausstattung, mit welcher man beim Campingurlaub unterwegs ist, besonders wichtig. Gerade beim Vorzelt sollte grundlegend feststehen, welchen Ansprüchen es genügen soll beziehungsweise welchen Bedingungen es standhalten muss. Denn um den Urlaub richtig genießen zu können, rät der Hersteller dwt, das Vorzelt so praktisch und nützlich wie möglich zu wählen und dabei perspektivisch auf die örtlichen Gegebenheiten der Urlaubsregion(en) zu achten. Damit im Wald das Harz der Bäume und andere Ablagerungen nicht ins Gewebe hineinkriechen, es beim Urlaub an der See nicht reinregnet, bei Sturmböen das Zelt nicht einstürzt oder gar davonfliegt oder sich das Vorzelt im sonnigen Süden nicht wie eine finnische Sauna aufheizt – dafür gibt der Experte aus dem Baunatal hilfreiche Tipps. Denn wer die richtige Wahl in punkto Vorzelt trifft, spart Zeit, Geld und Nerven.

In Wald und Flur
Campingplätze mit großem Baumbestand sind heutzutage beliebt und viel besucht. Im wilden Baumdschungel lässt es sich abenteuerlich urlauben, beginnt doch die Natur quasi vor der Eingangstür. Und gleichzeitig dienen die Bäume als willkommene Schattenspender. Einziger Nachteil dabei sind Ablagerungen wie Harz, Blütenstaub, Blätter und Zweige, welche oft dicke Schichten auf dem Dach bilden. Hier muss besonderes Augenmerk auf ein strapazierfähiges und zugleich pflegeleichtes Material sowie die Verarbeitung des Vorzeltes gelegt werden. In diesem Fall sollte das Dach aus einem Stück gefertigt sein und keine zusätzlichen Nähte, in denen sich Schmutz ansammeln kann, aufweisen. Je größer der Dachüberstand ist, desto besser werden auch die Außenwände vor Verschmutzung geschützt. Das bedeutet aber, dass mehr Stangen für den Aufbau benötigt werden. Ein beidseitig PVC- beschichtetes Trägergewebe für Dach und Seitenwände bietet dank seiner glatten Oberfläche dem klebrigen und oft hartnäckigen Harz keine Angriffsfläche. Eine spezielle Lackschicht hilft, die Beschichtung zu schützen und es unempfindlich gegen Witterungseinflüsse zu machen. Zudem sollte die Dachware absolut wasserdicht sein. Bei starkem Regen wirkt ein hochgezogener Spritz- und Erdstreifen der groben Verschmutzung der Zelthaut entgegen, dessen beidseitig kunststoffbeschichtetes Polyestergewebe komplett abwaschbar und wetterecht ist. Zugleich wird verhindert, dass von außen Regenwasser ins Zelt dringen kann.

An Strand und Meer
Urlaub am Meer ist der Klassiker schlechthin, denn er bietet alles, was einen Sommerurlaub ausmacht: Sonne, Strand und natürlich den Ozean. Viele Campingplätze sind auf diese Wünsche ausgerichtet und befinden sich auch in unmittelbarer Nähe zum Meer. Wer sich für diesen Standort entscheidet, hat bei der Vorzeltwahl folgendes zu beachten: Das richtige Obermaterial muss wasserdicht und Schmutz abweisend sein, um Trockenheit im Zeltinneren zu gewährleisten und Salz- und Sandablagerungen auf der Außenhaut zu verhindern. Das Dach sollte möglichst wenig Dachüberstand aufweisen, weil es damit weniger anfällig für Wind und Sturmböen ist. Allerdings sollte ein Regenrinnenkeder vorhanden sein, um einen nachträglichen Schutz anzubringen. Ein außen liegender Spritz- und Erdstreifen leitet das Wasser auch bei starkem Niederschlag von dem Zelt weg und ein doppelter Faulstreifen sorgt für trockene Verhältnisse im Zeltinneren, wenn ein Zeltteppich zum Einsatz kommt. Alle Reißverschlüsse sollten abgedeckt werden können, um so vor Schmutz und direktem Sonnenlicht geschützt zu sein. Unverzichtbar sind Fenster, die mit UV-absorbierender Folie ausgeschlagen sind, da gerade am Meer die Reflektion der Sonnenstrahlen besonders hoch ist. Bei geöffneten Fenstern wäre eine eingebaute Fliegengaze, die Moskitos fernhält, von Vorteil.

In luftiger Höhe
Auf geht’s ins Gebirge. Doch dort herrschen andere Bedingungen als im Flachland. Dementsprechend gelten auch andere Kriterien in der Vorzeltwahl. Wind und Niederschläge fallen dort meist intensiver und vor allem überraschender aus. Deshalb ist es wichtig, richtig gewappnet zu sein. Wind und Sturmböen sollten keine unnötigen Angriffsflächen geboten werden. Claus Winneknecht empfiehlt diesbezüglich eine Dachform mit möglichst wenig Dachüberstand. Ein weiterer Vorteil davon ist, dass das Gewicht von Zelthaut und Gestänge geringer ausfällt und auch der Abbau schneller geht – für den Notfall einer Unwetterwarnung.

Im sonnigen Süden
Dort wo (fast) immer die Sonne scheint und hohe Temperaturen herrschen ist das Vorzeltmaterial besonders extremen Bedingungen ausgesetzt. Es muss strapazierfähig, licht- und wetterecht sein und auch starke Niederschläge aushalten. Weiterhin sollte das Gewebe atmungsaktiv sein, um ein angenehmes Innenraumklima zu schaffen sowie die Bildung von Kondenswasser zu reduzieren. Mindestens zwei große Lüftungsfenster sind notwendig, um die Querventilation im Vorzelt zu garantieren. Für eine universelle Nutzung sollte das Vorzelt aus mindestens vier Teilen bestehen. Dadurch ist es wandlungsfähig und kann den jeweiligen örtlichen Bedingungen angepasst werden. Durch abrollbare Vorderwandteile kann zudem problemlos eine Veranda geschaffen werden, die als erholsamer Sitzplatz im Schatten dient. Für noch mehr Schatten kann vor der Veranda noch ein extra Sonnendach installiert werden.